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Liebe Leser, wir sind das Ehepaar Reball und da wir zu den älteren
Gemeindemitgliedern gehören, erinnern wir an viele Jahre Gemeindeleben, an die
Zeiten vor und um die politische Wende und an alles Neue, Spannende, was dann
passierte. Als arbeitsloser Kirchenvorsteher konnte alle freie Zeit in die
große Renovierung von Apostelkirche und Pfarrhaus gesteckt werden. Viele legten
mit Hand an und viel Gemeinschaft ist entstanden. In dieser Zeit reisten wir in die Partnergemeinden in
Grasberg und in Augsburg. Wir alle denken an die erlebnisreichen Begegnungen
dort und hier und das gemeinsame Singen. Wir nahmen Abschied von Pfarrer
Gruender und Pfarrerin Dietrich und Kantorin Frau Johannes. Dann gab es
Vakanzen und Wechsel der Pfarrer und das Schwesternkirchverhältnis mit der
Gemeinde Knauthain entstand. Einige junge Musiker übernahmen die Leitung der
Kantorei. Sie vermittelten musikalisches Können, ihren Glauben und uns
Chorsängern die Freude am Singen. Mittelpunkt ist für uns der Gottesdienst. Hier erhalten
wir Antwort, Zuspruch und Segen für die kommende Woche und erleben Gemeinschaft
mit Jungen und Älteren. Wir sind als Besuchsdienst unterwegs und bringen uns
ein, wenn es in oder um die Kirche nötig ist. Lassen Sie sich einladen,
erfahren Sie wie dies alles hilft und trägt. Im Gemeindeblatt finden Sie
Veranstaltungen und Kreise vom Krabbelalter bis... Vielleicht sind Sie
musikalisch, singen gern oder spielen ein Instrument? Besonders möchten wir Ihnen für die kommenden Wochen das
Gemeindefest in Knauthain und natürlich Kirchweih- und Kirchplatzfest in und um
unserer Apostelkirche ans Herz legen. Wir laden Sie herzlich ein. Ihre Christa und Joachim Reball „Wer sich bewegt, der lebt noch.“ plötzlich regt sich draußen das Leben, werden Menschen
mobil. Der Samstag ist erfüllt vom Geräusch der Rasenmäher. Parks füllen sich
mit Spaziergängern. Bei Nachbars wird Federball gespielt und die Jugend bolzt
auf dem Sportplatz. Radler ziehen ihre Runden um den See. Bade-lustige tummeln
sich im Wasser. Biker legen sich in die Kurven. Autofahrer wälzen den Atlas für
die nächste Urlaubsreise. Alles regt sich, alles bewegt sich. „Bewegung tut gut,
nicht?“ ruft ein freundlicher Herr, während ich gerade meinen Liegestuhl
aufbaue. Aber er meint meine Frau, die gerade Kompost siebt. Recht hat der
Mann, denk ich. Es ist herrlich, wenn man seine Glieder noch bewegen kann. Wer
sich bewegt, der lebt noch. Selbstkritisch betrachte ich meinen Bauch,
schmerzhaft spüre ich meinen 2. und 3. Lendenwirbel, bedauernd schaue ich auf
jene Zeiten zurück, als ich jene belächelte, bei denen sich nach 50 Kniebeugen
schon die ersten Schweißperlen bildeten. Beim Nachsinnen fällt mir ein, wie oft sich Jesus als
Lehrer mit seinen Schülern auf den Weg machte, um aus der Natur die
wundervollsten Vergleiche für das Zusammenleben der Menschen zu entwickeln.
Draußen, im Freien begegnete er Menschen, für die er sich Zeit nahm, deren
Schicksal er ernst nahm. Während er verschnaufte, ergriffen Mütter die Chance,
ihre Kinder von ihm segnen zu lassen. Auf Feldern, am See, vom Berg herab hat
er den Menschen von Gott erzählt. Unterwegs lernte er die Menschen kennen, die
ihm Weggefährten und Nachfolger wurden. Weil er aus der Enge eines Schulzimmers
und aus der Bequemlichkeit eines Wohnzimmers heraustrat, brach draußen um ihn
herum das Leben auf. Jesus bewegte viele und sie entdeckten das Leben neu.
Jesus hat sich viel bewegt und hat vieles bewegt. Menschen hat er auf neue Gedanken
gebracht. Herzen hat er bewegt. Den Himmel hat er in Bewegung gesetzt, damit
kein Menschenkind in dieser Welt untergeht. Menschen, die ihn unterwegs trafen
und durch ihn Gott und ihren Glauben wiederfanden, machten ihm einmal dieses
Kompliment: „Herr, wohin sollen wir gehen? Du hast Worte des ewigen Lebens.“ Halten Sie unterwegs auf Ihrer Urlaubs– oder Lebensreise
Augen und Ohren offen. Bestimmt ist Gott Ihnen auf Ihrem Weg näher als Sie es
ahnen. Ihr Pfarrer Karl Albani zum Seitenanfang |