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Evangelisch - Lutherische
Kirchgemeinde
Leipzig - Knauthain
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Jesus Christus spricht:
Meine Kraft ist in den Schwachen mächtig. 2.Korinther 12,9 |
Kanzelgruß „Gott macht sich klein.“
Liebe Gemeindeglieder. Eine Mutter streicht ihrem 16 Jährigen in der Straßenbahn kurz vor dem Aussteigen zärtlich übers Haar. Zischend erhält sie die Reaktion: „Mutter! Das ist peinlich! Ich bin doch kein kleines Kind mehr!“ Mündige Menschen wehren sich mit Recht, wenn man sie wie kleine Kinder behandelt. Wir stöhnen unter Arbeitsbedingungen „wie im Kindergarten“, wenn wir mit unserer Kompetenz nicht ernst genommen werden. Einer bestimmt, die anderen folgen im Gänsemarsch. Nur weil man alt ist, muss man sich noch lange nicht wie ein Entmündigter bevormunden lassen. Nicht wenige leiden darunter, dass man sie klein macht, ihrer Würde und Rechte beraubt. Menschen haben Minderwertigkeitsgefühle. Sie bedrückt, dass sie nicht mithalten können, körperlich, intellektuell oder finanziell. Mancher meint dies mit Großspurigkeit überspielen zu müssen, sie treten nach unten. Kleine wünschen sich auch mal groß zu sein. Die Letzten möchten auch mal die Ersten sein, und das nicht nur in der Kinderwelt. In den kommenden Wochen begegnet uns immer wieder eine Botschaft: “Gott macht sich klein.“ Freiwillig, aus Liebe, aus Solidarität zu uns. Der Gott, von dem die Bibel sagt, dass die Erde ihm eine Art Fußbänkchen ist, liefert sich als kleines Kind dieser Welt aus. Dem Glauben der Menschen, aber auch ihrer Verachtung. Jesus wird in Bethlehem, einem kleinen Nest geboren. Jesus stellt sich später zu jenen, die im Jordanfluss symbolisch ihre Schuld abwaschen, sich taufen lassen. Daran denken wir am Epiphaniastag. Dabei ist er als Sohn Gottes, ohne jede Schuld, tatsächlich etwas Besseres. Aber er lässt es keinen spüren. Es ist nicht weit von der weihnachtlichen Krippe zu jenem Ort, an dem man Gott aufs Kreuz legt. Und doch leuchtet in all diesen Erniedrigungen Gottes seine einzigartige Größe auf, in seiner Menschlichkeit alle göttliche Würde. Aber den kleinen Gott, wer will den schon? Den meisten wäre der Geist aus der Flasche doch lieber, der sich aufplustert, die Muskeln spielen lässt und unsere Wünsche erfüllt. Passt er uns nicht mehr, wird er in der Flasche zugekorkt. Dennoch, als Kind habe ich mich gefreut, wenn ein Erwachsener sich für mich klein gemacht hat, so dass ich auch etwas sehen oder auf seinen Rücken klettern konnte. Ein Zeichen der Achtung und Beachtung. Gott macht sich für uns Menschenkinder klein. So können wir ihn begreifen, so lerne ich meine wahre, gottgeschenkte Größe zu schätzen und mich für die Kleinen dieser Welt einzusetzen. Ihr Pfarrer Karl Albani |
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Editorial des Gemeindeblatts
Liebe Leser! Die Adventszeit ist eine Zeit der Besinnung und auch eine Zeit des Singens. So kenne ich es schon seit meiner Kindheit. Jeden Abend in der Adventszeit wurde in unserer Familie gesungen, ganz streng nur Adventslieder bis Heiligabend, ab Heiligabend dann erst die Weihnachtslieder. Lieder aus dem Gesangbuch und aus Liedsammlungen wie dem Quempas, diese waren bei uns besonders beliebt. Jedes Kind besaß sein eigenes Quempasbuch, worauf wir sehr stolz waren: „Als Dank für den treuen Kurrendedienst“. Auch wir Kinder kannten die Quempaslieder fast alle, in der Kurrende wurden sie gesungen. In der Advents- und Weihnachtszeit wurden noch die Blockflöten hervorgeholt. Natürlich spielte mein Vater die Bass- oder Tenorflöte, ich war für die Altstimme zuständig, und meine Mutter und meine Schwestern übernahmen mit den Sopranflöten die Melodie. Schöne dreistimmige Sätze fanden wir in einem alten Orgelchoralbuch, sie ließen sich sehr gut für Blockflöten verwenden. Abends, wenn wir bereits im Bett lagen, spielte mein Vater auf seiner schönen Altflöte (bis heute darf ich mir diese nur zu ganz besonderen Anlässen ausborgen!) Telemann- und Händelsonaten, das beeindruckte mich immer ungemein. So gehörte das Singen und Musizieren bei uns dazu. Ich wünsche Ihnen eine gesegnete Advents- und Weihnachtszeit mit viel Musik und vielen Liedern, daheim, in der Familie oder in unseren Gemeinden und Kirchen. Bleiben Sie behütet. Es grüßt Sie Ihre Kantorin und Gemeindepädagogin Barbara Kroll-Hiecke. |
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Rückblick 2011 des KV Knauthain
Am Ende eines Jahres schauen wir in den Rückspiegel, um uns an wichtige Stationen im Gemeindeleben des vergangenen Kirchenjahres zu erinnern. Diese Tradition möchten wir beibehalten. Mit dem Kirchenvorstand Großzschocher haben wir beschlossen, ein gemeinsames Gemeindeblatt herauszugeben. Von den meisten Lesern ist dieser Schritt begrüßt worden. Das neue Blatt erscheint übersichtlicher, informativer und regt hoffentlich dazu an, öfter mal über den Tellerrand zu schauen. Unser Gemeindefest war ein Höhepunkt und ein spannendes Treffen von Jung und Alt. Die Zahl der Gäste war so groß wie noch nie. Vielleicht hat das exotische Mittagsmahl Neugier geweckt. Der lebendige Gottesdienst und das anschließende Rahmenprogramm fanden reges Interesse. Auf großen Zuspruch stießen auch die Gemeindeausfahrt nach Borna und zur Burg Gnandstein, sowie die Familienrüstzeit in der Dahlener Heide. Viele weitere Gottesdienste werden in Erinnerung bleiben. So feierten wir mit Ihnen u. a. die Ostermette, Konfirmation, Pfingsten, den Gottesdienst für unsere Schulanfänger, Kirchweih und den Ewigkeitssonntag. In zahl-reichen Gottesdiensten wurden Kinder oder Erwachsene getauft, mehrere Paare versprachen vor dem Altar ewige Treue und Jubelpaare empfingen erneut den Segen unseres Herrn. Wir denken aber auch an alle, die aus dem Leben unserer Gemeinde abberufen wurden und die, die einen lieben Menschen verloren haben. Der Kirchenvorstand bedankt sich an dieser Stelle bei Pfarrer Albani für sein Engagement und seine Fantasie. Nachdem der lebendige Adventskalender ein Erfolg war, wird es ihn auch in diesem Jahr geben. Viele Menschen aus den Gemeinden Großzschocher und Knauthain freuen sich wieder auf die Begegnungen in den verschiedenen Häusern. Für Baumaßnahmen halten sich diesem Jahr die Ausgaben in Grenzen. Nach den intensiven Jahren mussten wir erstmal wieder Luft holen. Wir haben uns lediglich auf die Werterhaltung beschränkt. Stolz sind wir auf den neuen Taufständer mit der historischen Schale in der Andreaskapelle. Die Finanzierung hat eine Familie aus der Gemeinde übernommen. Der Kirchenvorstand bedankt sich bei haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeitern und bei allen, die zu einer lebendige Gemeinde beigetragen haben. Egal ob mit den Händen, finanziell oder im Gebet und nicht zuletzt, die treulich ihr Kirchgeld entrichtet haben. Wir erinnern gern noch mal daran, dass diese Mittel voll in unserer Gemeinde verbleiben und uns erst ermöglichten, das vergangene Jahr so zu gestalten. Danke. Im Namen des Kirchenvorstandes herzlich Ihr Hans Engel |
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